Manuel von Heal Nature im Interview

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen Manuel Raff ein paar Fragen über die Hintergründe seiner Gründung von Heal Nature zu stellen. Manuel leidet seit seiner frühen Kindheit an der Darmkrankheit Morbus Crohn, nach vielen Jahren medikamentöser Behandlung versucht er sich selbst an der Eigenbehandlung mit Cannabis. Heute ist er fast symptomfrei und die Blüte hat ihm ein normales Leben ermöglicht, erfahren Sie mehr über seine Geschichte und Erfahrung:

Manuel – der Gründer von Heal Nature

Du musstest durch deine Erkrankung viele Medikamente zu dir nehmen, wie und warum bist du das erste Mal in Kontakt mit Cannabis gekommen und wie war dein erster Eindruck?

„Am Anfang war Cannabis mein Gegner. Freunde von mir probierten sich mit der grünen Pflanze aus, weshalb ich erst recht Abstand von dem Ganzen nahm. Es hat jahrelang gedauert bis ich mich mit dem Gedanken einen Joint zu versuchen, anfreunden konnte. Bis dahin war ich eher ein Fan von Alkohol. Mit 18 Jahren war es aber soweit mein erster Joint wurde gezogen.“

Warum und wann kam der Gedanke „Heal Nature“ zu gründen?

HEAL NATURE CBD Produkte

„Ich bin von der Wirkung von Cannabis überzeugt! Das hat jedoch gedauert, anfangs rauchte ich es noch zusammen mit Tabak- was natürlich in meinem Zustand keinen positiven Effekt bewirkt hat. Schließlich las und forschte ich tiefer in der Thematik, und probierte Cannabis „pur“, denn nur dann kann man wirklich von einer medizinischen Wirkung sprechen. Ich erinnere mich, das erste Mal CBD Öl in Holland ausprobiert zu haben und von Anfang an überzeugt gewesen zu sein. THC allein eignet sich eher für eine Symptomatische Behandlung, während CBD entzündungshemmend wirkt. Mit dem Wissen wollte ich CBD Öl auch nach Deutschland bringen.“

Wie kam es zu deinem Interview in dem Magazin Stern?

„Das Magazin war auf der Suche nach einem „Darmkranken“ für ein Interview. Daraufhin habe ich mich beworben und wurde auch direkt genommen.“

Manuel Raff

Glaubst du, dass sich das Wohlbefinden auch bei „beschwerdefreien Menschen“ mit dem Konsum von zum Beispiel CBD Öl trotzdem verbessern kann?

„Da CBD in der Regel keine Nebenwirkungen auslöst, kann es eigentlich jeder einnehmen. CBD hat ein breites Wirkungsspektrum, in meinem Falle hat die entzündungshemmende Wirkung mir ein „normales Leben“ ermöglicht. Aber auch Leuten mit zum Beispiel Schlafstörungen kann geholfen werden, sodass eigentlich jeder von der Wirkung profitieren kann, nicht nur „Schwerkranke“.“

Über seine Krankheit

Wie sind deine Eltern und dein Umfeld mit deiner Krankheit umgegangen? Hat es den Zusammenhalt und die Beziehungen gestärkt?

„Ich hatte großes Glück, denn ich traf nur auf Akzeptanz und familiären Zusammenhalt. Bis heute habe ich ein sehr gutes und enges Verhältnis zu meiner Familie. Zu meinem Freundeskreis muss ich sagen, dass er sehr aufgeklärt über meine Krankheit ist und ich deshalb auch nur auf positive Unterstützung gestoßen bin. Jedoch kann ich nur betonen, ich hatte und habe großes Glück, denn ich kenne viele Morbus Crohn Leidende, die gesellschaftlich isoliert sind, da man durch die Krankheit gesellschaftlich mehr oder weniger ausgeschlossen wird. Zudem sind nur wenige wirklich über die Krankheit aufgeklärt und zeigen nur wenig Verständnis.“

Spielt Sport ebenfalls eine Rolle im Genesungsprozess?

„Sport tut gut! Ich versuche jeden Tag 10-20 Minuten an Sport einzubauen. Es ist eben nicht nur Sport, um den Körper zu stärken, sondern auch ein mentaler Ausgleich, der einen tollen Einfluss auf die Psyche hat.“

Manuel

Fällt es dir schwer deiner Ernährungsweise besonders, wenn du unterwegs mit Freunden oder im Urlaub bist, treu zu bleiben?

„Ich versuche meine Ernährung so konsistent wie möglich „gesund“ zu halten. Das heißt manchmal muss man es auch einfach knallhart durchziehen, denn Gesundheit steht bei mir an erster Stelle. Heute kann ich zum Glück wieder mehr essen, da mein Zustand schon verbessert ist im Vergleich zu früher. Herumexperimentieren kommt aber auf keinen Fall in Frage! Ich versuche mich langsam aus aber von Zucker lasse ich zum Beispiel komplett die Finger. Fruchtzucker ist in Maßen in Ordnung von Bananen, Äpfel und Beeren merke ich keine negativen Effekte. Saure Obstsorten wie Ananas hingegen wirken ähnlich wie Industriezucker davon halte ich lieber Abstand. Generell ist es aber oftmals situationsbedingt. Wenn ich mich in einem „Schub“ befinde, kann ich eigentlich nur Karotten und Kartoffeln zu mir nehmen, generell gibt es ein paar Guidelines, die man befolgen sollte aber im Großen und Ganzen reagiert jeder Erkrankte anders und muss seinen Weg finden.“

Manuel von Heal Nature über den Umgang mit Cannabis

Manuel von Heal Nature zum Thema Cannabis

Wieso weigert sich deiner Meinung nach, noch ein Großteil der Ärzte, die Wirkung von Cannabis anzuerkennen?

„Natürlich kann Cannabis abhängig machen, denn so gesehen ist Cannabis eine Droge. Psychisch gesehen besteht aber bei Allem ein Suchtrisiko-Zucker, Gaming, Alkohol, alles kann in gewisser Weise eine Sucht oder Abhängigkeit hervorrufen. Sprechen wir in form von Kosten sind manche Medikamente wesentlich teurer als Cannabis, wie zum Beispiel in meinem früheren Behandlungsverlauf. Bei schwachen Symptomen kann natürlich aber auch der Erwerb von Cannabis teurer sein. Das muss dann halt jeder für sich selbst entscheiden. Generell denke ich, dass es kulturelle Gründe sind, weshalb Ärzte die Wirkung von Cannabis in der Regel nicht anerkennen möchten. Es gibt wenig Studien über die Pflanze zudem ist der Konsum noch fast überall illegal, was das negative Image und die Nicht-Akzeptanz verursacht. Ich kann nur aus Erfahrung sprechen, dass mir Medikamente verschrieben wurden, die bei weitem mehr auf die Psyche geschlagen haben als Cannabis. Mittlerweile probieren Ärzte nun aber auch Cannabis Medikamente als Extrakte zu verkaufen, meiner Meinung nach halte ich davon nur wenig. Denn der wesentliche Vorteil besteht ja eigentlich darin, dass eine Möglichkeit der Dosierung besteht. Ich kann also je nach Entzündung und Symptomen variieren, diese Möglichkeit wird mir mit fertigen Präparaten genommen.“

Setzt du dich aktiv für eine Legalisierung von Cannabis ein?

„Ich war zwar noch nie auf Demonstrationen, jedoch denke ich schon, dass ich meinen Teil dazu beitrage und mich aktiv für die Legalisierung einsetze. Mit meiner Geschichte versuche ich Aufklärung über Cannabis zu betreiben, das ist also mein Beitrag. Denn letztendlich hat mein Leben erst mit Cannabis wieder Spaß gemacht.“

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